Freitag, 1. Oktober 2010
Das Wohnheim und die Uni
Der Wohnkomplex besteht aus mehreren kleinen Häusern mit je 4 Units in denen jeweils 4 Personen unterkommen. Die Wände sind aus Rigips, was die Häuschen ziemlich hellhörig macht. Die Einrichtung ist so weit ok. Leider kennt man hier keine Doppelverglasung, weshalb es hier und da schon mal zieht wie Hechtsuppe. Jeder Bewohner hat sein eigenes Bad mit Dusche und WC bei seinem Zimmer, was ich persönlich sehr schätze.
Die Anlage verfügt über einen Beachvolleyballcourt (der sich direkt vor meinem Fenster befindet), einen Pool zum Bahnen Schwimmen, einen Pool zum Relaxen mit Fernsehraum, einen spärlich eingerichteten Fitnessraum und einen Tennis- bzw. Basketball- bzw. Fußballplatz (Je nachdem wie man ihn nutzt). Dafür, dass die Ausstattung nicht ganz den Erwartungen entsprach, übertrafen die Preise diese jedoch um einiges… So ist alles wieder im Gleichgewicht. :-) Man bezahlt zum Beispiel für 40 Minuten Waschmaschine $ 3 und 40 Minuten Trockner $ 2. Wenn man die Wäsche dann aus der Maschine holt, muss man sie erst mal lüften, weil sie sonst muffig riecht. Die Miete wird hier wochenweise abgerechnet. Ich bezahle für mein kleines Zimmerchen $ 175 pro Woche, was etwa 125 € entspricht. Hinzu kommen die Kosten für Internet wie in meinem „Zwischenpost“ beschrieben. Wenn ich hier Telefonieren will, so mit Kabel, dann muss ich den Apparat auch nochmal anmelden, was natürlich wieder kostet. Innerhalb von Varsity kann ich aber kostenlos telefonieren.
Nachdem einige Tage ins Land gegangen waren, lernte ich dann auch meine Mitbewohner kennen. Rebecca, eine französische Business-Studentin, die etwa 6 Sprachen annähernd fließend spricht (Rrrrrrrrrrrespekt) und Lee. Lee ist Südkoreaner und einer der nettesten Menschen die ich je getroffen habe. Er ist zuvorkommend, höflich, witzig und für viel Quatsch zu haben. Das waren alle. Ich habe nur zwei „Room-Mates“. Ein Zimmer steht lehr (und das ist zum Glück direkt neben meinem).
Des Weiteren musste ich feststellen, dass hier ungefähr 50% der „Insassen“ aus Deutschland kommen. Man muss sich also echt anstrengen um Freunde zu finden mit denen man nur Englisch spricht. Aber ich denke das hab ich ganz gut hinbekommen.
Nach einer kurzen Eigewöhnungsphase in unser neues zu Hause (ein Tag), packte uns dann auch direkt die Pflicht am Kragen und schleifte uns in die Uni. Mein erster Eindruck: Verwirrend!
Den Gebäuden sind ohne erkennbare Logik Buchstaben gegeben worden. Die Räume sind teilweise von innen, teilweise aber auch nur von außen zugänglich. Es gibt für jedes Anliegen ein eigenes Verwaltungsbüro oder zumindest einen Stand in der Library oder sonst wo. Man muss sich echt auskennen um sich nicht zu verlaufen (oder einen Plan haben). Marc und ich haben uns also sofort auf die Suche nach einem Plan gemacht und wurden auch schnell fündig.
Die „Orientation Week“, die Woche bevor die Uni anfängt um den Neuankömmlingen zu zeigen wie der Hase läuft, war ziemlich gut organisiert. Man bekam alles was man braucht und wurde von der Menge in Vorlesungsräume geschoben, wo man die wichtigsten Infos schön langsam und verständlich vorgekaut bekam. Nachher war man teilweise noch verwirrter als vorher.
Jeden Tag der Woche gab es in der Uni ein „Free Barbecue“. „Barbecue“ ist eine Wurst aus Hammelfleisch (Glaub ich zumindest. Könnte auch Wombat oder Känguru gewesen sein.) auf einer Scheibe labbrigen Toast mit gerösteten Zwiebeln und Barbecue Sauce. Nach den 5 Tagen konnte ich keine Würstchen mehr sehen!
Die Lernutensilien selber waren ziemlich teuer. Ich habe zwei Bücher kaufen müssen, die zusammen ca. $ 190 kosteten. Das sind umgerechnet etwa 133 €. Dabei hätte ich mir zumindest eins echt schenken können.
Das System hier an der Uni gleicht irgendwie eher den deutschen Schulen, was mir persönlich, wie alle wissen sollten die mich halbwegs gut kennen, nicht so sehr gefällt. Ein Pluspunkt ist, dass von Anfang an klar ist was man bis wann zu tun hat. Es gibt für jeden Kurs eine so genannte „Course Outline“ in der haarklein jedes Assessment mit „due date“ und Aufgabenstellung aufgeführt ist. Nicht so toll ist, dass wir diese Assessments über das ganze Semester verteilt zu erledigen haben. Jede „Hausaufgabe“ geht hier in die Endnote mit ein. In einem Kurs gibt es insgesamt 10% auf die Endnote für wöchentliche Posts im kurseigenen Forum. Hierbei ist es völlig egal ob das was man schreibt klug ist oder nicht. Es ist vielmehr wichtig, dass der Post 150 Worte lang ist und halbwegs zum Thema passt. Bei solchen Aufgabenstellungen stellen sich mir die Nackenhaare auf…
Soviel zum ersten Eindruck der Hochschule und des Wohnheims. Ich hoffe meine Jammerei hat euch nicht zu sehr gelangweilt. Der nächste Beitrag wird von meiner Wanderung durch den australischen Regenwald handeln. Orientierung ist dort Alles! Da ich keine hab, wurde es zu einer wertvollen Erfahrung in Sachen „Bei der Gruppe bleiben“.
Machts gut
Alex
Sonntag, 26. September 2010
Brisbane City

…So, wo war ich stehengeblieben? Ach ja. Die Busfahrt! Der erwartete „Bus“ war eher ein besseres Großraumtaxi, in dem höchstens 11 Fahrgäste Platz fanden. Um das Gepäck zu transportieren, zog das arme kleine Büschen einen für die Verhältnisse viel zu großen Anhänger hinter sich her, in dem wir dann auch gleich unsere Koffer verstauten. Und los ging die wilde Fahrt.
Natürlich war es erst mal ungewohnt auf der falschen Straßenseite zu fahren. Wenn man aus dem Fenster blickte und beim Anblick der Skyline in seine Gedanken versank, wurde man jedes Mal fix in die Realität zurückgeholt wenn der Bus nach rechts in die vermeintlich falsche Straßenseite abbog. Diese kleine Unstimmigkeit mit den Gewohnheiten im Straßenverkehr äußerte sich später dann auch bei Situationen wie „Straße überqueren“ (Von wegen „links-rechts-links“. Das kann tödlich enden.) oder auf Fußgängerbrücken und -wegen. Die laufen da nämlich auch alle auf der linken Seite. So fällt man als frisch angekommener Europäer sofort mal negativ auf.
Zum Glück haben die meisten Australier ein sonniges Gemüt. Jeder spricht einen sofort mit „Hey mate, how’s it going?“ an, was so viel heißt wie: „Hey Kumpel, wie geht’s?“. Daran muss man sich auch erst mal gewöhnen. In Deutschland kümmert sich ja jeder eher um seinen eigenen Kram.
Im Stadtzentrum angekommen, checkten wir als Erstes im „Tinbilly’s“ ein, einem Backpacker Hostel das eine günstige Schlafgelegenheit versprach.
Die erste Nacht mieteten wir uns in ein 4‑Personenzimmer ein, entschlossen uns aber für die nächsten Nächte dann doch ein Zweibettzimmer zu buchen. Nicht, dass wir unsere Mitbewohner nicht leiden konnten. Es war nur störend für meinen Schönheitsschlaf, als mein britischer Zimmergenosse im Etagenbett unter mir gegen 2 Uhr nachts auf die glorreiche Idee kam seine Freundin zu beglücken. Dann war da noch der deutsche Leidensgenosse, der uns sofort mal erklärte, dass Wirtschaftsingenieure gar keine Ingenieure und bei allen anderen Ingenieuren verhasst seien. Unser Studiengang könne also keinesfalls mit seinem Bauingenieurwesen mithalten… Wertvolle Informationen!!! Man muss ja wissen wo man steht.Nichts desto trotz hatten wir eine gute Zeit. Wir sind viel durch die Gegend gelaufen und haben uns Vieles angesehen. Dabei hat die Sonne fast die ganze Zeit geschienen und uns mit hier winterlichen 20 bis 22°C verwöhnt.
Dies ist ein künstlicher Strand der mitten in der Stadt direkt neben dem Brisbane River angelegt wurde. Das Wasser ist gechlort und natürlich gibt es auch Lifeguards (Wir würden sie „Bademeister“ nennen. Klingt so aber irgendwie cooler). Wir haben uns nicht dazu verleiten lassen ins Wasser zu springen, da es doch noch zu kalt war und der Wind hier und da ganz schön schneidend sein konnte. Ich kann mir aber vorstellen, dass es hier im Sommer bei 40°C ziemlich voll werden kann. Auf den Fluss sollte man dann trotz Andrang lieber nicht ausweichen, da es wohl öfter vorkommt, dass sich mal ein oder zwei Haie dorthin verirren…

Und hier, extra für den Herrn der harten Hölzer Basti, eine Sehenswürdigkeit incl. T-Shirt. Ich hoffe es gefällt dir.
Noch einige Worte zu den Mädels in Australien: Hier wird das, was man sich unter einem „kurzen Rock“ vorstellt schnell neu definiert. Eigentlich alle Frauen hier tragen beim Ausgehen Röcke, die bei uns eher „Gürtel“ genannt werden. Dazu dürfen natürlich die High Heels und das Top mit tiefem Ausschnitt nicht fehlen. Kein Witz! Es ist auch total egal wie groß oder klein und dick oder dünn die Dame ist. Nicht immer erfreulich, aber meistens. ;-) Bei Gelegenheit stell ich einfach mal ein Foto rein
Natürlich haben wir auch ein bisschen Kultur mitgenommen. Wir waren im Museum und haben uns einige interessante Gemälde und Skulpturen angeschaut:

Soviel zur Freizeit.
Wir hatten ja noch eine Aufgabe zu erledigen. Der wichtigste (und einzige) Auftrag den wir hatten bestand darin, für jeden erst mal eine Gitarre zu kaufen. Schließlich müssen wir uns hier ja kreativ beschäftigen. Außerdem darf ich mit den Übungen nicht zurückfallen… Also haben wir uns auf den Weg zu „AllansMusic“ gemacht. In diesem Laden gibt es neben Gitarren auch noch Klaviere, Schlagzeuge, Equalizer, Bücher die mit Musik zu tun haben und vieles mehr. Wir haben uns zwischen den ganzen exotischen Hölzern sofort geborgen gefühlt!
Nach einigen Stunden des Spielens und Ausprobierens, hat sich Marc für eine Takamine und der liebe Jung* für eine Epiphone entschieden. Beide lagen im Preissegment unter $ 300 was etwa € 210 entspricht. Sie haben beide einen recht vollen Klang und lassen sich gut bespielen. Die Saiten auf meiner Gitarre sind einfacher zu benden obwohl wir die gleichen Saiten drauf haben. Dafür schnarrt sie ein bisschen. Wenn ich sie mit zurück nach Deutschland bringen kann, werde ich sie mal einstellen lassen. Und so sieht’s dann aus wenn man in Australien darauf spielt:

Nachdem wir dann soweit alles gesehen und unsere Pflichten erfüllt hatten, haben wir uns mit einem Transportservice auf den Weg zum Wohnheim gemacht.
Das war es so weit aus Brisbane. Der nächste Beitrag wird vom Einzug in's Wohnheim und den ersten Erfahrungen an der Uni handeln. Ich hoffe, dass das Internet durchhält...
Also bis Bald
Alex
* "Der liebe Jung" = Ich in dritter Person
PS: Natürlich gibt es noch weitere Fakten zu Brisbane, mit denen ich hier aber niemanden langweilen wollte. Wenn Interesse besteht, würde ich vorschlagen sich vertrauensvoll an Wikipedia zu wenden ;-)
Samstag, 25. September 2010
Zwischenpost

Hi Leute,
ich habe mein erstes Feedback auf meinen mittlerweile nach Aktualisierung SCHREIENDEN Blog bekommen. Vielen Dank hierfür an Ben und Ruth!!!
Zu meiner Verteidigung soll hier gesagt sein: Das Internet hier ist ein Krampf. Das macht natürlich auch das Editieren der Einträge zu einem unangenehmen unterfangen Trotz Vorschreiben in Word. Das soll keine Entschuldigung sein. Es soll euch eher meine Situation erklären.
Die Flatrate mit unbegrenztem Datenvolumen kostet hier $ 88. Das sind etwa € 61,60. Dazu kommt eine Qualität die so schlecht ist, dass es mir nur kurzzeitig nicht schwerfällt E-Mails abzurufen. Skypen ist eine Tortur mit abgehacktem Robotersound und natürlich ohne Video. Onlineradio und ‑Poker? Nixda! Zugriff auf deutsche Server? Eine Qual!
Hinzu kommt, dass hin und wieder der Proxy, der uns mit dem Web verbindet, einfach down ist. Dann ist nichts mit einloggen… es kann einfach keine Verbindung hergestellt werden. Manchmal stundenlang. Bei Beschwerden an der Rezeption verweist man uns nur darauf, dass das Internet von einer externen Firma zur Verfügung gestellt würde und man keinen Einfluss auf dessen Qualität habe. Super Hilfe! Den Namen der Firma und die Telefonnummer will man uns allerdings nicht preisgeben. Es ist auch nicht möglich den Provider zu wechseln, weil hier alles fest mit dem Proxy verkabelt ist.
Natürlich hab ich schon über „Internet via Handynetz“ nachgedacht. Leider befinden wir uns hier aber in einem „So-gut-wie“-Funkloch, was das Telefonieren mit dem Handy auch nicht gerade zur puren Freude macht.
So, genug gejammert. Ich hoffe das macht meinen Verzug etwas verständlicher. Ich werde natürlich trotzdem in Zukunft versuchen meine Posts zügig aufzuarbeiten.
Also danke nochmal und viel Spaß mit dem Nächsten
Alex
Dienstag, 27. Juli 2010
Hi Leute, vorab möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich es bis jetzt nicht geschafft habe den Blog zu aktualisieren. Wenn es um Internetverbindungen geht, bin ich hier wieder zurück in die Steinzeit gereist. Mehr dazu später.
Zu Erst möchte ich über den Flug und den Zwischenstop berichten. Die Flugroute war Frankfurt -> Bangkok -> Brisbane. Ich sollte um 21:15 Uhr in Frankfurt abfliegen um mich dann in Bangkok mit Marc – meinem Kommilitonen – zu treffen. Meine Mutter hat mich zum Flughafen gebracht (Danke hierfür) und hat dafür natürlich – wie Mütter das meistens tun – genug Zeit eingeplant. Wir waren also gegen 18:00 Uhr am Flughafen und mussten noch etwa eine Viertelstunde warten um meine Boardkarte zu bekommen und meine Koffer einzuchecken, da der Thai-Air-Schalter noch nichtmal geöffnet hatte. Als der Koffer dann verladen und alle Unterlagen abgeholt waren, verabschiedete ich mich von allen, die mitgekommen waren um mich zu verabschieden – Konni und Gerd – und begab mich in Richtung Check-In.
Dort angekommen, musste ich zu meinem Bestürzen feststellen, dass mein Handgepäck weder auf Größe noch Gewicht geprüft wurden. Auch später als ich ins Flugzeug eingestiegen bin gab es keine weiteren Kontrollen. Das ärgerte mich, weil ich genau drauf geachtet hatte wie viel mein Kram wiegt. Zusätzlich wurde mir noch offenbart, dass das Notebook nicht zum Handgepäck zählen würde. Wiedermal was gelernt. Damit im Hinterkopf werde ich versuchen, auf dem Rückweg die hier gekaufte Gitarre mit nach Hause zu nehmen. Hoffentlich klappt das. Der Flug selber war OK. Ich hatte ein wenig Angst, weil der Flieger nicht den frischesten Eindruck machte.
Jap, das ist Kreppband!!! Ich hab keine Ahnung ob es nur zur Zierde da hing, oder ob es wirklich eine tragende Rolle spielte. Auf jeden Fall wahr es ziemlich beunruhigend. Aber wenigstens war das Essen nicht schlecht. Es war auch gut, dass wir über Nacht geflogen sind. So konnte ich auf dem Flug schlafen und der Jetlag hat mich nicht ganz so hart erwischt.
Nach ca. 10 Stunden Flug und plus einer Stunde Verspätung erreichte ich Bangkok. Hier musste ich nun erstmal Marc finden. An irgendeinem Schalter erhielt ich die Info, dass sein Flug bereits gelandet sei. Ich machte mich also auf zum Infoschalter im Eingangsbereich des Flughafens, um ihn ausrufen zu lassen. Nachdem sich die freundlichen Damen hinter dem Tresen köstlich über seinen Namen amüsiert und mindestens zehnmal geübt hatten um ihn nicht komplett falsch auszusprechen, kam er dann doch halbwegs verständlich über die Lautsprechen. Wenige Sekunden später hatte er mich dann auch schon gefunden.
Im Flugzeug hatte er eine zukünftige Kommilitonin (Sandra) kennengelernt.
Nun waren wir also zu dritt und verließen nach dem Zähneputzen den Flughafen. Wir nahmen ein Taxi um die Innenstadt zu erreichen und haben es wie durch ein Wunder überlebt. Verkehrsregeln scheinen die da nämlich nicht zu kennen. Dort wird auf einer vierspurigen Autobahn mal locker sechsspurig gefahren. Standstreifen? Fehlanzeige! Es wird gefahren wo Platz ist. Auch die Auf- und Abfahrten werden meist zweispurig benutzt. Dafür ist jeder etwas schneller unterwegs, um mit dem Pulk mithalten zu können. Man will ja nicht, dass einem jemand hintendrauf knallt.
In der Innenstadt selber ist jeder dein Freund. Man wird von allen Seiten angequatscht ob man nicht ein Taxi, ein T-Shirt, was zu Essen oder sogar einen gefälschten Ausweis braucht. Man kann fast alles kaufen. Leider kommt bei der drückenden, feuchten Hitze und dem Kloakengestank keine wirkliche Shoppingstimmung auf. Ich beschränkte mich also auf zwei T-Shirts, eine kleine Reisetasche und eine Flasche Wasser. Später haben wir uns dann in einem kleinen Kaffee direkt an der Khao San Road niedergelassen, ein kühles Bier getrunken und Karten gespielt.
Der Rückweg zum Flughafen war nicht weniger gefährlich und nervenaufreiben als der Hinweg. Die geübten Zickzacklinien des Taxis und der plötzliche Klimawechsel – draußen ca. 35°C und 70% Luftfeuchtigkeit, drinnen Klimaanlage – drückten schon ganz schön aufs Gemüt.
Dann ging es von einem erneuten Check-In in die nächste Wartehalle für den nächsten Flug. Diesmal hatten wir keine Verspätung und landeten nach etwa 9 Stunden Flugzeit auf dem International Airport Brisbane. Mein Koffer wurde einer besonderen Behandlung unterzogen. (Ich hab keine Ahnung warum sowas immer mir passiert. Sehe ich denn so verdächtig aus?) Zwei Hundekontrollen und einmal Aus- und wieder Einpacken später konnte ich mein Gepäck guten Gewissens mit ins Freie bringen. Marc und ich verabschiedeten uns von Sandra. Danach setzten wir unsere Reise in die Innenstadt von Brisbane mit dem Bus fort…
Samstag, 10. Juli 2010
Vorbereitung (bald geht's los)
Naja, nicht wirklich. Eigentlich freu ich mich schon. Am Montag geht es los und eigentlich ist noch nichts wirklich geklärt. Ich fühl mich ein bisschen, als würde ich kopfüber in einen See springen, von dem ich nicht weiß wie tief er ist.
Der Plan sieht folgendermaßen aus:
Erst werde ich mich mal am Frankfurter Flughafen ins Flugzeug setzen. Von da aus geht es mit einem Zehnstundenflug nach Bangkok. Dort treffe ich mich mit meinem Kommilitonen Marc, in dessen Auslandspläne ich mich einfach rein gedrängelt hatte. Das ist allerdings eine andere Geschichte. Hier werden wir nun einen zwölfstündigen Aufenthalt haben, bei dem wir uns ein wenig die Beine vertreten wollen. Der nächste Flug dauert dann nochmal ca. zehn Stunden und bringt uns hoffentlich heil nach Brisbane. Das liegt an der Ostküste Australiens im Staat Queensland.
Für den folgenden Aufenthalt haben wir eigentlich nicht viel geplant. Den einzigen Auftrag den wir uns selbst auferlegt haben wird sein, für jeden eine Gitarre zu kaufen. Wir können unsere ja leider nicht mitnehmen.
Absteigen wollen wir in irgendeinem Backpacker Hostel oder so. Wir werden schon was finden. Wir haben dann ein paar Tage Zeit, bis es weiter nach Sippy Downs geht, dem Dorf der ausländischen Hochschule. Es liegt etwa 100 km nördlich von Brisbane, jedoch nur etwa 5 km vom Strand entfernt! :-)
Die Hochschule die wir besuchen werden nennt sich USC (University of the Sunshine Coast). Angeblich sei der Name Programm. Da wir unser Ziel aber im australischen Winter erreichen, bin ich mir noch nicht ganz sicher ob ich lange, oder kurze Klamotten einpacken soll. Zumal ich nur 20 kg Gepäck und 7 kg Handgepäck mitnehmen darf.
Alles in Allem wird es bestimmt ein unvergessliches Erlebnis.
Dieser Blog soll so etwas wie ein öffentliches Tagebuch werden, in dem ich allen Interessierten über meine Erlebnisse berichten möchte. Er wird nicht regelmäßig erweitert, sondern immer wenn ich Zeit und Lust habe. Ich schätze, dass es am Anfang mehr zu schreiben geben wird als gegen Ende.
Zusätzlich möchte ich auch einige Bilder posten, damit Ihr euch ein Bild der Gegend machen könnt.
Anmerkungen, Kritik, Tips oder auch einfach nur Grüße könnt Ihr mir jederzeit per E-Mail schreiben. (thejibe@googlemail.com)
Und eins noch: Ich war in der Schule schon schlecht in Rechtschreibung. Vergebt mir daher bitte wenn ich es bis jetzt noch nicht kann und geht mir nicht mit Verbesserungen auf den Zünder ;-)
